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Liebe Klassenpflegschaftsvorsitzenden, liebe Eltern der Jahrgänge 3 und 4, nach durchweg positiv beantworteten Anfragen in der Elternschaft haben wir das Projekt „Mein Körper gehört mir“, nach Beschluss in der Schulkonferenz, durchgeführt. Nach einem ausführlichen Eltern-Informationsabend wurden den Kindern der Schulklassen 3 und 4 in drei aufeinanderfolgenden Wochen während je einer Schulstunde jeweils drei Szenen aus der Bandbreite sexueller Gewalt im Alltag vorgespielt. Von Woche zu Woche nahm dabei das Ausmaß der dargestellten Gewalt zu, die Kinder wurden aufeinander aufbauend an das Thema herangeführt. Nach dieser Reihe konnten die Kinder nicht nur den „Körpersong“ mitsingen sondern waren auch in der Lage die drei Fragen (Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl? Weiß eine vertraute Person, wo ich bin? Bekomme ich Hilfe, wenn ich welche brauche?) auf verschiedene Situationen anzuwenden. Ausführliche Informationen und Inhalte zu dem Programm „Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt gGmbH finden Sie unter www.tpw-osnabrueck.de. In den vergangenen Tagen wurde bei den Pflegschaftsversammlungen der Klassen 3 und 4 das soeben durchgeführte Projekt reflektiert.
Eltern sagen „JA!“
Nach den Berichten der Eltern nahmen die Kinder die szenischen Darstellungen der Schauspieler ganz unterschiedlich auf: Zu Hause, so zeigte sich, waren die Reaktionen der Kinder des Öfteren anders als in der Schule. Es wurden andere Fragen gestellt, jedes Kind ging anders mit dem Gezeigten um. Ganz deutlich wurde hier wie wichtig der Elterninformationsabend war, wertvolle Hinweise an dem Abend und das Vorspielen alles Szenen für die Eltern sind für die Nachhaltigkeit des Projektes erforderlich. Eingebunden in den restlichen Schulunterricht und die Gespräche zu Hause, so der Tenor der Elternschaft, ist die Durchführung des Projektes an unserer Schule ein großer Gewinn. Und hier ein paar Kinderstimmen aus der Klasse 3d „Nein!“ und „Ja!“ sagen
Im Februar hatte die Klasse 3d drei Wochen lang das Projekt „Mein Körper gehört mir!“. Sie haben uns ganz viel über Ja-Gefühle und Nein-Gefühle gesagt. Und sie haben ganz viel über sexuellen Missbrauch erzählt. Ich fand es ganz spannend. Es hat mich stark gemacht. Ein Junge, 9 Jahre
„Mein Körper gehört mir!“
Zwei Schauspieler kamen drei Stunden lang in unsere Klasse. Sie haben Theaterstücke zum Thema Gefühle und Missbrauch vorgespielt. Ich fand es gut, dass sie uns alles erklärt haben. Ich glaube es hat mir geholfen. Ein Junge, 8 Jahre
Ja- und Nein- Gefühle
Wir hatten ein Projekt. Das hieß „Mein Körper gehört mir!“. Das Projekt ging drei Wochen lang und diese drei Wochen waren ganz okay. Zwei Schauspieler kamen (eine Frau und ein Mann). Sie haben in jeder Stunde drei Szenen zu den Themen Gefühle und Missbrauch gespielt. In der letzten Stunde waren es leider nur zwei Szenen. In der Klasse haben wir sehr viel darüber geredet und die Szenen haben wir auch nachgespielt. Wir haben auch ein Lied kennengelernt. In jeder Stunde haben wir eine neue Strophe kennengelernt. Die Projektwoche war sehr schön. Ein Mädchen, 8 Jahre
Mein Körper gehört mir!
Wir haben das Projekt „Mein Körper gehört mir!“ kennengelernt. Zwei Schauspieler kamen dreimal und haben uns eine Stunde lang entweder drei oder zwei Szenen vorgespielt. Im Unterricht haben wir viel gesungen, denn wir haben jede Stunde eine Strophe gelernt. Insgesamt waren es drei Strophen. Ich fand es cool, dass wir das machen durften. Ich habe sehr viel gelernt. Zum Beispiel, wie man sich vor sexuellem Missbrauch schützen kann und dass man auch mit seinen Problemen zu Erwachsenen gehen kann. Wenn die Erwachsenen einem nicht helfen, sondern nichts machen, kann man bei der „Nummer gegen Kummer“ anrufen. Ein Mädchen, 8 Jahre
Auch die Halterner Zeitung hat über das Projekt berichtet, siehe Presse. In den Jahrgängen 1 und 2 wurde die Frage nach einer adäquaten Maßnahme auch für die jüngeren Kinder gestellt. Hier möchte Herr Schulleiter Hatebur insbesondere auf das Projekt „Klasse 2000“ hinweisen, das in seinen Bausteinen immer wieder auch Fragen des Schutzes der eigenen Person im Übergriffsfalle aufgreift. Nun nach Durchführung der Theatertrilogie muss gemeinsam entscheiden werden, ob dieses Projekt als festes Angebot in unserem Schulprogramm verankern werden soll, mit dem Ziel, jedem Kind die Teilnahme einmal in seiner Schulzeit zu ermöglichen. |


